Vita Alberto Gemperle

 

Aufgewachsen ist der gebürtige Solothurner in St. Gallen. Nach Abschluss seiner Lehre als Fotolitograph und der Kunstgewerbeschule studierte er am Sawi in Biel. Sein Studium beendete er als Leiter Marketing Kommunikation. Eine Filzfabrik, Migros Bern, Werbeagentur, PTT, Migros Aare, Bundesamt für Gesundheit, das waren so einige der Stationen. Das Corporate Identity (CI) für die neue Swisscom und die Antiraucherkampagne des BAG waren zwei der besonders erwähnenswerten Aufgaben. 

Sein Beruf hatte sehr wohl Vorteile. «Ich habe dank meiner Tätigkeit in der Werbung ein geschultes Auge, weil ich kreative Vorschläge beurteilen musste», sagt Gemperle. Es gibt indes noch ein weiteres Zusammenspiel: Er weiss um die Bedeutung der Vermarktung. Auf Facebook ist er präsent, eine Homepage hat er auch und er stellt regelmässig aus. «Viele Interessierte schauen sich die Bilder digital an, aber sie wollen es dann auch in Ausstellungen wissen, wie sie real auf sie wirken». So oder so: Er mag es entweder im Internet oder bei Ausstellungen immer wieder neue Leute kennen zu lernen.

 

In Münchringen bei Jegenstorf gibt es eine Gewerbeliegenschaft die umgenutzt worden ist und sich als kleines Kunstzentrum präsentiert. Dort – mitten im Dorf – ist Alberto Gemperle eingemietet und arbeitet an seinen Werken. Das kann er seit einigen Jahren in vollen Zügen, konkret seit seiner Pensionierung. In ländlicher Umgebung in seinen Räumen vergisst er sich ab und zu, wenn er konzentriert an neuen Bildern arbeitet.

 

 

Künstlerisch ging der Ostschweizer einen anderen, wenn doch auch stetigen Weg. In der Kindheit zeichnete er lieber, als dass er mit Freunden spielte, und sein erstes Ölbild malte er mit 16 Jahren. Öl blieb lange sein Genre, aber es wäre nicht Gemperle, wenn er nicht immer auf der Suche geblieben wäre. So hat er vor noch nicht langer Zeit zwei neue Techniken erprobt, nämlich die Mischtechnik Acryl/Öl und Aquarell. «Acryl ist überraschend positiv», so seine Erkenntnis. Was nach seinem Wechsel geblieben ist, sind seine unverwechselbaren Farben und Themen. Es sind einerseits Orte, so beispielsweise Huttwil, Langenthal, Thun, Murten oder Burgdorf. Es sind Interpretationen von Fotographien. Andererseits befasst er sich mit Porträts, die zwar recht farbig daher kommen aber die Personen bleiben stets erkennbar. Sein Stil nennt sich Spontanrealismus, welcher vom österreichischen Maler Voka begründet wurde.